Specksteinofen in einem hellen Wohnraum
Kachel-, Grund- & Specksteinöfen

Speicher-Feuerstätten erzeugen eine angenehme und gleichmäßige Wärme — sie speichern die Energie des Abbrands und geben sie langsam wieder ab.

Prinzip

Speichern statt heizen.

Ein Kaminofen wird schnell heiß und kühlt schnell wieder ab. Ein Speicherofen macht das Gegenteil: Er nimmt die Wärme des Abbrands in seiner Masse auf und gibt sie über viele Stunden gleichmäßig als milde Strahlungswärme wieder ab.

Das Ergebnis ist ein Raumklima ohne heiße Luftströme und ohne aufgewirbelten Staub — für viele der angenehmste Weg zu heizen.

Vorteile

Was ein Speicherofen besser kann.

Wer den Aufwand des ständigen Nachheizens satt hat, aber auf natürliches Feuer nicht verzichten möchte — für den ist der Speicherofen die komfortable Antwort.

01

Lange Wärme-Nachhaltigkeit

Bis zu 24 Stunden Wärme nach wenigen Abbränden — anders als klassische Kaminöfen, die schnell auskühlen.

02

Angenehme Strahlungswärme

Die Wärme fühlt sich weicher und natürlicher an — vergleichbar mit Sonnenwärme, nicht mit Heißluft.

03

Effiziente Holznutzung

Die Wärme eines Abbrands bleibt im Speicher, statt durch den Schornstein zu entweichen. Eine Holzfüllung trägt dadurch deutlich länger.

04

Naturstein mit Charakter

Speckstein ist ein robuster, pflegeleichter Naturstein — er behält seine Wärmeeigenschaften über Jahrzehnte.

05

Optik nach Wunsch

Wem die rohe Natursteinoberfläche nicht zusagt, wählt stattdessen eine Keramikverkleidung — hell oder dunkel. Auch den Speckstein selbst gibt es dunkel beschichtet. Der Ofen fügt sich damit in den Raum ein, statt ihn zu bestimmen.

Speckstein · gibt die Wärme über Stunden ab
Freistehender Specksteinofen mit brennendem Feuer in einem hellen Wohnraum, Glasplatte auf dem Boden davor
Bauarten

Dreimal dasselbe Prinzip.

Kachelofen, Grundofen und Specksteinofen speichern alle auf dieselbe Weise. Unterschiedlich sind Aufbau und Oberfläche — und damit vor allem, wie der Ofen im Raum wirkt.

Verputzte Ofenwand in Anthrazit mit weiß gefasstem Feuerraum und brennendem Feuer, links gestapeltes Brennholz

Grundofen

Gemauert

Wird vollständig aus Schamotte vor Ort aufgemauert — Brennraum und Zugführung entstehen erst auf der Baustelle. Die Oberfläche wird anschließend verputzt oder verkachelt.

Weiß verkachelter Speicherofen mit sichtbaren Fugen der Keramikplatten in einem hellen Wohnraum

Kachelofen

Verkachelt

Keramikkacheln bilden die sichtbare Fläche. Farbe, Format und Glasur werden ausgesucht — darüber wird der Ofen zum gestalteten Möbelstück im Raum.

Freistehender Specksteinofen aus großformatigen Natursteinplatten mit brennendem Feuer in einem hellen Wohnraum

Specksteinofen

Naturstein

Speckstein ist Speicher und Oberfläche zugleich. Jede Platte trägt ihre eigene Maserung, deshalb gleicht kein Ofen dem anderen.

Vor der Planung

Vier Dinge klären wir zuerst.

Ein Speicherofen wird gebaut, nicht aufgestellt. Was danach nicht mehr zu ändern ist, gehört vorher auf den Tisch. Deshalb klären wir diese Dinge, bevor geplant wird.

Nahaufnahme zweier Hände, die mit dem Zollstock die Wandfläche neben der Wanddurchführung für das Ofenrohr messen

Tragfähigkeit

Ein Speicherofen bringt sein Gewicht auf eine kleine Grundfläche. Ob die Decke oder der Boden das trägt, beurteilt ein Statiker. Das gehört geklärt, bevor geplant wird — nicht danach.

Schornstein

Querschnitt, Höhe und Zug entscheiden, welche Feuerstätte überhaupt zulässig ist. Das stimmen wir mit Ihrem Bezirksschornsteinfeger ab.

Heizbedarf

Raumgröße, Dämmung und Nutzung bestimmen die nötige Speichermasse. Ein zu groß gebauter Ofen ist genauso unangenehm wie ein zu kleiner.

Standort

Wo der Ofen steht, entscheidet über die Wärmeverteilung und über die Wege, auf denen das Material in den Raum kommt.

Ausgeführte Öfen
Hoher, schmaler Specksteinofen in einem hellen Wohnraum
Specksteinofen · schlanke Bauform
Specksteinofen mit integrierter Sitzbank in einem hellen Wohnraum
Specksteinofen mit Sitzbank
Weiß verkleideter Specksteinofen mit brennendem Feuer in einem verglasten Raum, daneben eine Steinbank und Grünpflanzen
Specksteinofen mit Keramikverkleidung
Ehrlich gesagt

Für wen lohnt sich das?

Ein Speicherofen ist nicht für jeden ideal. Wer nur ab und zu ein Kaminfeuer sehen will, ist mit einem klassischen Kaminofen besser bedient. Wer die Wärme wirklich nutzen will, ist hier richtig.

Passt sehr gut

Ideal für Sie, wenn …

  • Sie verbringen viel Zeit zu Hause — Familie, Homeoffice, Ruhestand
  • Ihr Haus ist gut gedämmt (Neubau, Passiv- oder Niedrigenergiehaus)
  • Der Ofen soll eine starke Zusatzheizung sein
  • Sie schätzen gleichmäßige, sanfte Wärme über den ganzen Tag
  • Sie legen Wert auf Naturstein und Langlebigkeit

Passt weniger gut

Weniger geeignet, wenn …

  • Sie heizen nur gelegentlich — Wochenende, Feiertage
  • Die Feuerstätte steht in einer Ferien- oder Zweitwohnung
  • Sie wollen flexibel bleiben und den Ofen später mitnehmen
  • Der Aufstellungsraum ist sehr klein
  • Ihr Budget für einen Ofen liegt unter 10.000 €
Unsere Leistung

Wir begleiten das ganze Projekt.

Prüfung und Planung

Schornsteinzug und Heizbedarf klären wir, die Tragfähigkeit beurteilt ein Statiker. Erst danach steht fest, welche Speichermasse Ihr Raum verträgt.

Aufbau vor Ort

Der Ofen wird gemauert und verkleidet, Zugführung und Speichermasse werden auf Ihren Raum ausgelegt. Ein Speicherofen lässt sich nicht liefern.

Anschluss und Abnahme

Verbindung zum Schornstein, erstes Anheizen und Abstimmung mit Ihrem Bezirksschornsteinfeger bis zur Abnahme.

Häufige Fragen

Kurz beantwortet.

Was ist ein Speicherofen?

Grund- und Specksteinöfen stehen für echten Wärmekomfort. Diese Speicher-Feuerstätten erzeugen eine angenehme und gleichmäßige Wärme — sie nehmen die Energie des Abbrands auf und geben sie über viele Stunden wieder ab.

Worin unterscheiden sich Kachelofen, Grundofen und Specksteinofen?

Alle drei sind Speicheröfen und arbeiten nach demselben Prinzip. Der Unterschied liegt vor allem in Aufbau und Oberfläche: Der Grundofen wird gemauert, der Kachelofen mit Keramikkacheln verkleidet, der Specksteinofen nutzt Naturstein mit besonders hoher Speicherfähigkeit.

Wie oft muss ich nachlegen?

Deutlich seltener als bei einem Kaminofen. Ein Speicherofen wird typischerweise ein- bis zweimal täglich befeuert und gibt die Wärme danach über Stunden ab.

Eignet sich ein Speicherofen für mein Haus?

Speicheröfen sind schwer und brauchen einen tragfähigen Untergrund — das beurteilt ein Statiker. Auch die Schornsteinsituation muss geprüft sein. Beides gehört geklärt, bevor geplant wird.

Speicherofen geplant?

Wir prüfen Schornstein und Heizbedarf, holen für die Tragfähigkeit den Statiker dazu und entwickeln daraus einen Ofen, der zu Ihrem Zuhause passt.