
Neubau, Nachrüstung oder Sanierung: Wir planen die Abgasanlage passend zu Ihrer Feuerstätte und zu Ihrem Gebäude — und stimmen uns mit dem Bezirksschornsteinfeger ab.
Vier Wege zur Abgasanlage.
Welches System infrage kommt, entscheidet zuerst das Gebäude: Neubau oder Bestand, mit vorhandenem Zug oder ohne.

Doppelwandiger Außenwand-Schornstein
Edelstahl mit Wärmedämmung — meist die beste Wahl, wenn nachträglich gebaut wird. Elementbauweise und geringes Gewicht machen ihn an fast jeder Giebelseite anbringbar. Für feste, gasförmige und flüssige Brennstoffe.

Leichtbauschacht
Geringes Eigengewicht, schnelle und platzsparende Montage. In Verbindung mit Sanierungsrohr und passender Dämmhülse auch nachträglich in bewohnte Gebäude einbaubar.

Systemschornstein
Wärmegedämmte Mantelsteine und Thermotrennsteine, für Feuerstätten aller Art — raumluftabhängig oder raumluftunabhängig betrieben. Wird hauptsächlich im Neubau gesetzt.

Sanierungsrohr
Wird in den bestehenden gemauerten Zug eingezogen — bei Versottung, wenn der Querschnitt nicht zur Feuerstätte passt oder ein Ofentausch ansteht. Für alle Brennstoffe geeignet.
Zu groß ist so schlecht wie zu klein.
Der Querschnitt muss zur Feuerstätte passen. Ist er zu klein, fehlt der Zug — das Feuer kommt nicht in Gang. Ist er zu groß, kühlen die Abgase auf dem Weg nach oben zu weit ab, Kondensat schlägt sich nieder, und daraus wird über die Jahre eine Versottung.
Deshalb passt ein alter Schornstein oft nicht mehr zu einem neuen Ofen: Moderne Feuerstätten arbeiten sparsamer und schicken weniger Wärme in den Zug, für den er einmal gebaut wurde. Genau dafür gibt es Sanierungsrohre.

Welches System wann.
In den allermeisten Fällen führt die Bausituation direkt auf ein System. Diese fünf Ausgangslagen decken fast alles ab.
| Ihre Situation | Empfehlung | Warum |
|---|---|---|
| Neubau — Schornstein von Grund auf | Systemschornstein oder Leichtbauschacht | Für neue Feuerstätten aller Art ausgelegt |
| Nachträglicher Kamin im Bestand | Doppelwandiger Außenwand-Schornstein | An fast jeder Giebelseite an der Wand montierbar |
| Einbau in ein bewohntes Gebäude | Leichtbauschacht | Geringes Gewicht, schnelle Montage |
| Alter Kamin versottet oder zu groß | Sanierungsrohr | Der bestehende Schornstein bleibt erhalten |
| Wechsel der Feuerstätte | Sanierungsrohr | Querschnitt wird angepasst |
Wann ein Schornstein Ärger macht.
Die meisten Sanierungen beginnen mit einer dieser fünf Beobachtungen. Trifft eine davon auf Sie zu, lohnt sich ein Blick — je früher, desto günstiger.
Feuchte Flecken oder dunkle Ränder an der Schornsteinwange
Klassisches Bild einer Versottung: Kondensat aus dem Abgas hat sich im Mauerwerk festgesetzt und arbeitet sich nach außen.
Beißender Geruch im Raum, oft stärker bei feuchtem Wetter
Ebenfalls ein Versottungszeichen. Der Geruch verschwindet nicht durch Lüften, weil er aus der Wand kommt.
Beim Anzünden tritt Rauch in den Raum
Der Zug reicht nicht aus. Ursachen können ein zu kalter oder zu großer Zug, zu geringe Höhe oder fehlende Verbrennungsluft sein.
Das Feuer kommt schlecht in Gang oder geht wieder aus
Auch das deutet auf den Zug hin — häufig passt der Querschnitt nicht zur Feuerstätte.
Der Schornsteinfeger meldet Glanzruß
Ein harter, glasiger Belag im Zug. Er entsteht bei zu niedrigen Abgastemperaturen und feuchtem Holz und ist ein Brandrisiko — das gehört zügig geklärt.
Was im Einzelfall dahintersteckt, zeigt erst der Termin vor Ort — und manchmal ist eine Sanierung wirtschaftlicher als ein Neubau. Das sagen wir Ihnen dann auch.
Bis zur Abnahme.
Eine Abgasanlage darf erst in Betrieb gehen, wenn der zuständige Bezirksschornsteinfeger sie abgenommen hat. Wir arbeiten darauf hin — von Anfang an.
Termin vor Ort
Wir sehen uns das Gebäude an: vorhandener Zug, Fassade, geplante Feuerstätte und der Weg, den die Abgase nehmen sollen.
Auslegung
Querschnitt und Höhe werden auf Ihre Feuerstätte ausgelegt. Erst danach steht fest, welches der vier Systeme infrage kommt.
Abstimmung mit dem Bezirksschornsteinfeger
Die Vorgaben kennen wir aus eigener Praxis. Bei unklarer baulicher Lage ziehen wir Ihren Bezirksschornsteinfeger hinzu — vor der Montage, nicht danach.
Montage
Aufbau der Anlage und Anschluss der Feuerstätte. In der Regel reichen ein bis zwei Tage — unabhängig vom System.
Abnahme
Der Bezirksschornsteinfeger nimmt die Anlage ab. Erst danach darf sie in Betrieb gehen.
Kurz beantwortet.
Mein Haus hat keinen Schornstein — geht trotzdem ein Ofen?
In den meisten Fällen ja. Ein doppelwandiges Edelstahl-Abgassystem lässt sich durch die Elementbauweise und das geringe Eigengewicht flexibel und fast überall an der Hausfassade anbringen.
Was bedeutet Versottung?
Versottung heißt, dass ein Schornstein durch Kondensat feucht geworden ist — oft erkennbar an Flecken an der Wand und an Geruch. In diesem Fall kommt ein Sanierungsrohr zum Einsatz, das in den bestehenden Zug eingezogen wird.
Passt mein vorhandener Schornstein zu meinem neuen Ofen?
Das hängt vom Querschnitt und vom Zustand ab. Wir prüfen es vor der Planung mit einer Querschnittsberechnung. Passt der Querschnitt nicht zur gewünschten Feuerstätte, lässt er sich über ein Sanierungssystem anpassen.
Wer nimmt die Anlage ab?
Die Abnahme erfolgt durch den zuständigen Bezirksschornsteinfeger.

Wir prüfen Ihre Situation.
Ob Neubau, Nachrüstung oder Sanierung — nach einem Blick vor Ort wissen Sie, welches System zu Ihrem Haus passt.

