Moderner Batteriespeicher an einer Wand im Hauswirtschaftsraum
Batteriespeicher

Eine Photovoltaikanlage erzeugt tagsüber besonders viel Strom — verbraucht wird er meist morgens und abends. Ein Batteriespeicher löst genau dieses Problem.

Grundlagen

Wie ein Stromspeicher arbeitet.

Während Ihre Solarmodule tagsüber Energie erzeugen, wird der Strom entweder direkt im Gebäude verbraucht, in der Batterie gespeichert oder in das öffentliche Stromnetz eingespeist.

Ohne Speicher wird überschüssiger Solarstrom häufig ins Netz eingespeist — und abends müssen Sie Strom vom Energieversorger beziehen. Ein Speicher ermöglicht es Ihnen, den eigenen Solarstrom zeitversetzt zu nutzen und den Eigenverbrauch deutlich zu erhöhen.

Haus mit Solarmodulen auf Dach und Garage: Leitungen führen vom Dach zum Wechselrichter und von dort ins Haus, in den Batteriespeicher, zur Wallbox und hinaus zum Strommast des öffentlichen Netzes
Ein Tag

Wann der Strom kommt — und wann er gebraucht wird.

Das Problem eines Solardachs ohne Speicher ist kein technisches, sondern ein zeitliches: Erzeugung und Verbrauch fallen auseinander.

Morgens

Die Sonne steht tief, die Anlage liefert wenig. Kaffeemaschine und Dusche laufen über den Rest von gestern Abend oder über das Netz.

Mittags

Die Anlage produziert mehr, als im Haus gebraucht wird. Der Überschuss lädt den Speicher, statt für einen Bruchteil des Bezugspreises ins Netz zu gehen.

Abends

Genau dann, wenn gekocht wird und die Lichter angehen, liefert das Dach nichts mehr. Jetzt entlädt sich der Speicher.

Nachts

Ist der Speicher leer, kommt der Rest aus dem Netz. Richtig ausgelegt trägt er bei den meisten Haushalten über den Abend.

Der Effekt

Wie viel bleibt im Haus?

Die Eigenverbrauchsquote sagt, welchen Anteil Ihres Solarstroms Sie selbst nutzen. Sie ist die entscheidende Zahl — denn jede selbst verbrauchte Kilowattstunde spart den vollen Bezugspreis, während eine eingespeiste nur einen Bruchteil davon einbringt.

25 – 35 %

ohne Speicher

So viel des eigenen Solarstroms nutzt ein durchschnittlicher Haushalt selbst. Der Rest geht ins Netz.

55 – 70 %

mit Speicher

Der Mittagsüberschuss bleibt im Haus und wird abends verbraucht, statt zurückgekauft zu werden.

Richtwerte für typische Einfamilienhäuser, keine Zusage. Wie hoch Ihre Quote tatsächlich ausfällt, hängt an Anlagengröße, Speichergröße und vor allem daran, wann bei Ihnen Strom gebraucht wird.

Aufstellung

Wo der Speicher steht.

Ein Speicher braucht keinen eigenen Raum, aber die richtigen Bedingungen: trocken, frostfrei und nicht zu warm. Drei Varianten, die sich in der Praxis bewährt haben.

Gestapelter Batteriespeicher aus vier Modulen unter einem wandmontierten Hybrid-Wechselrichter

Modular aufgebaut

Der Speicher besteht aus einzelnen Batteriemodulen und lässt sich später aufstocken. Sinnvoll, wenn Wärmepumpe oder Elektroauto erst noch kommen sollen.

Technikraum mit Wechselrichter neben dem Netzwerkschrank und zwei Batteriemodulen am Boden

Im Technikraum

Neben Wechselrichter und Zählerschrank. Kurze Leitungswege, alles an einer Stelle — die einfachste Lösung, wenn der Platz da ist.

An der Wand montierte EPS-Box und Wechselrichter, darunter zwei flache Batteriemodule

An der Wand

Wenn kein eigener Technikraum vorhanden ist. Braucht eine tragfähige Wand und etwas Abstand ringsum, nimmt dafür kaum Grundfläche weg.

Die ideale Kombination

Anlage, Speicher und intelligente Steuerung.

Tagsüber produziert Ihre PV-Anlage Strom und versorgt Haushaltsgeräte, Wärmepumpe und Elektrogeräte. Überschüssige Energie wird gespeichert.

Am Abend nutzen Sie den gespeicherten Solarstrom für Beleuchtung, Unterhaltungselektronik, Küchengeräte und das Elektrofahrzeug. So steigern Sie Ihren Eigenverbrauch und machen Ihre Immobilie energieeffizienter.

Zwei Batteriespeicher an einer Innenwand, darüber der Anschlusskasten
Nachrüstung

Auch bei bestehenden Anlagen möglich.

Sie haben schon eine Photovoltaikanlage ohne Speicher? In vielen Fällen lässt sich einer ergänzen. Vier Dinge sehen wir uns vorher an.

Vorhandene Anlagentechnik

Alter, Zustand und Leistung Ihrer bestehenden Photovoltaikanlage.

Wechselrichter

Der wichtigste Punkt: Ist er speicherfähig, kann der Speicher direkt dazu. Wenn nicht, kommt ein zusätzlicher Batteriewechselrichter hinzu — das schlägt sich im Preis nieder.

Ihr Stromverbrauch

Wie viel Speicher sich bei Ihnen tatsächlich lohnt — und ab wann er nur noch teurer, aber nicht mehr wirtschaftlicher wird.

Aufstellort

Ob genug Stellfläche da ist und die Anschlusswege passen. Welche Bauformen infrage kommen, sehen Sie weiter unten.

Auslegung

Welche Größe ist die richtige?

Als Faustregel gilt rund 1 kWh Speicher je 1.000 kWh Jahresverbrauch. Drei typische Haushalte zur Orientierung — ein zu kleiner Speicher nimmt nicht genug auf, ein zu großer rechnet sich schlechter.

1 – 2 Personen

rund 5 kWh

Etwa 3.000 kWh Jahresverbrauch, ohne Wärmepumpe und ohne Elektroauto. Kompaktes Gerät, meist an der Wand im Hauswirtschaftsraum.

3 – 4 Personen

7 – 10 kWh

Etwa 4.000 bis 5.000 kWh Jahresverbrauch. Der häufigste Fall im Einfamilienhaus — deckt Abend und Nacht in der Regel zuverlässig ab.

Mit Wärmepumpe oder E-Auto

10 – 15 kWh

Beide Verbraucher heben den Bedarf deutlich. Modulare Systeme lassen sich später aufstocken, wenn das Auto erst noch kommt.

Richtwerte, keine Zusage. Wir dimensionieren nach Ihrem Verbrauch, Ihrer Anlagengröße und den Zusatzverbrauchern — nicht nach Standardpaket.

Stromausfall

Habe ich dann noch Strom?

Die häufigste Frage zum Speicher — und die Antwort überrascht die meisten: nicht automatisch. Wer bei Netzausfall weiterversorgt sein will, muss das vorher einplanen. Nachrüsten ist deutlich aufwendiger.

Ohne Zusatzfunktion

Bei Netzausfall trennt sich die Anlage ab — vorgeschrieben, damit niemand an einer Leitung arbeitet, in die noch eingespeist wird. Der Speicher ist dann nicht nutzbar, auch wenn er voll ist.

Notstromsteckdose

Eine einzelne Steckdose am Speicher, die weiterläuft. Für Kühlschrank, Router oder Handy. Die einfachste und günstigste Variante.

Ersatzstrom für das Hausnetz

Ausgewählte Stromkreise laufen nach kurzer Unterbrechung weiter. Welche das sind, wird vorher festgelegt. Aufwendiger, dafür merken Sie den Ausfall kaum.

Die Bezeichnungen sind nicht einheitlich — was ein Hersteller „Notstrom“ nennt, heißt beim nächsten „Ersatzstrom“. Entscheidend ist, was das Gerät tatsächlich kann. Das klären wir vor dem Angebot.

Unsere Leistung

Wir begleiten das ganze Projekt.

Beratung und Auslegung

Wir sehen uns Verbrauch, Anlagengröße und Ihr Verbrauchsprofil an und legen daraus die Speichergröße fest — nicht nach Standardpaket.

Einbindung in Ihre Anlage

Ob Neuanlage oder Nachrüstung: Wechselrichter, Speicher und Energiemanagement werden so verbunden, dass sie zusammenspielen.

Elektroinstallation und Übergabe

Anschluss, Prüfung und Anmeldung übernimmt unser regionaler Elektromeisterpartner. Zum Schluss zeigen wir Ihnen, wie Sie die Anlage im Blick behalten.

Häufige Fragen

Kurz beantwortet.

Was ist ein Batteriespeicher?

Ein Batteriespeicher, auch Stromspeicher oder Solarstromspeicher genannt, speichert den überschüssigen Strom Ihrer Photovoltaikanlage. Wenn abends oder nachts kein Solarstrom produziert wird, greifen Sie auf die gespeicherte Energie zurück.

Kann ich einen Speicher nachrüsten?

In vielen Fällen ist eine Nachrüstung bei bestehenden Photovoltaikanlagen problemlos möglich. Wir prüfen Anlagentechnik, Wechselrichter, Dachanlage, Stromverbrauch und die technischen Voraussetzungen.

Welche Größe sollte der Speicher haben?

Das hängt von Anlagengröße, Stromverbrauch, Bewohnerzahl, Wärmepumpe, Elektrofahrzeug und gewünschtem Autarkiegrad ab. Ein zu kleiner Speicher nimmt nicht genug Energie auf, ein zu großer ist wirtschaftlich meist nicht optimal.

Lässt sich der Speicher mit einer Wallbox kombinieren?

Ja. Ein intelligentes Energiesystem kann Solarstrom speichern, das Elektroauto laden, den Stromverbrauch optimieren und Energieflüsse automatisch steuern.

Speicher planen oder nachrüsten?

Wir prüfen Ihre Anlage und rechnen Ihnen vor, wie viel Eigenverbrauch ein Speicher in Ihrem Fall bringt.